Die Ernährungsumstellung verstehen
- Der "Zuckerregulator" Insulin
Zucker in Blut und Körperzellen zu regulieren.
Alle aufgenommenen Kohlenhydrate werden zu Glucose, dem kleinsten Zuckermolekül, abgebaut und stehen dann zur Energiegewinnung zur Verfügung. Wird nicht soviel Energie verbraucht wie
Glucose bereitsteht, geht der "Zucker" in seine Speicherform Glycogen über. Vereinfacht ausgedrückt: Aus 2 Einheiten Zucker im Blut wird eine Einheit Zucker in seiner Speicherform gebaut.
Unser Körper kann ca. 500 gr. Glycogen in der Leber und den Muskelzellen speichern. Die Aufgabe des Speicherns übernimmt das Insulin. Sind die Speicher mit Glycogen-Zucker gefüllt, wandelt Insulin den Zuckerüberschuss in Körperfett um und lagert dieses anschließend in den Fettzellen ein. "Man könnte ja mal in Not kommen".
Sicherlich gab es in unserer Entwicklungsgeschichte Zeiten, in denen sich der Körper für Notsituationen rüsten musste. Doch wann waren Sie das letzte Mal bedrohlich ausgehungert und mussten auf Ihre letzten Energiereserven zurückgreifen? Doch das Insulin will einfach speichern, speichern und nochmals speichern. Dabei verhindert es gleichzeitig, dass die Fettzellen die sorgsam eingelagerten Reserven wieder freigeben.
Dieser Zuckerüberschuss in seiner Speicherform wird dann zu den unerwünschten Fettpolstern.
Ist ausreichend Insulin vorhanden, wird beim normalen Stoffwechsel des Gesunden über das Gehirn ein Sättigungsgefühl gemeldet. Der Gesunde baut in sehr kurzer Zeit das Insulin wieder ab, und das Gehirn meldet erneuten Hunger. Leider funktioniert dieses System beim erkrankten Stoffwechsel nicht mehr. Grundlegende Regulationsmechanismen sind gestört, und durch den hohen Insulinspiegel kommt es zu einem relativen Unterzucker, der für Heißhungerattacken sorgt. Und schon haben wir wieder Lust zu essen. Die „Insulinfalle“ beginnt erneut: Kohlenhydrate werden aufgenommen, Insulin wird ausgeschüttet, Speicherzucker wird gebaut, Fett werden gebildet, Fett wird eingelagert, doch der Insulinspiegel bleibt immer noch zu hoch. Erneuter Heißhunger, erneute „Insulinfalle“.
- Die Gegenspieler Glucagon und Adrenalin
Glucagon
Wie Insulin wird auch das Hormon Glucagon von der Bauchspeicheldrüse gebildet.
Es hilft bei der
Rückumwandlung
von Körperfett zu Zucker. Werden weniger Kohlenhydrate aufgenommen, produziert der Körper Glucagon, um an die Energiereserven aus den Fettzellen zu gelangen. Bei einer übermäßig kohlenhydratreichen Ernährung ist das Glucagon kaum vorhanden, wodurch die Freisetzung
von Energie aus dem Körperfett unterdrückt wird.
Nun mag man leicht denken: Böses Insulin und gutes Glucagon, doch leider funktioniert der Stoffwechsel nicht so einfach. Auch ein Übermaß an Glucagon hat unerwünschte Wirkungen. So werden die Zellen durch die übermäßige Fettumwandlung leicht sauer, da ein säurehaltiges Abbauprodukt entsteht. Ferner steigen bei stark erhöhtem Glucagonspiegel die Blutfette an.
Adrenalin
Auch das in der Nebenniere gebildete Adrenalin kann in Stress-Situationen den Speicherzucker Glycogen in Zucker umwandeln und somit ebenfalls den Blutzuckerspiegel erhöhen. Verbraucht
man diese bereitgestellte Energie dann nicht, wird wieder der Insulinspiegel erhöht, um den Zucker abzubauen. Somit haben die Stress-Esser mit Lust auf Süßes ein großes Insulinproblem.
Nur ausreichende körperliche Bewegung kann den Insulinspiegel und den Blutzuckerspiegel senken.
- Das Fazit
kann den entglittenen Stoffwechsel wieder dauerhaft ins Gleichgewicht bringen.
Wenn bereits eine Insulinresistenz vorhanden ist, sollte eine Ernährungsform wie
metabolic balance gewählt werden. Wenige, aber hochwertige Kohlenhydrate - Low Carb -
können dank der "langsamen" Zucker den Teufelskreis durchbrechen.
Besonders Menschen mit einer bereits vorhandenen Stoffwechselstörung
(metabolisches Syndrom, Gicht, Rheuma, Bluthochdruck, Diabetes Typ2,
hormonelle Dysfunktion), sollten "Diäten" sehr sorgfältig und kritisch prüfen.
Zur Auswahl der stoffwechselregulierenden Nahrungsmittel ist eine Blutuntersuchung
für den individuell erstellten metabolic balance Ernährungsplan grundlegend wichtig.

